Lucys Reit-ABC | Dressur-Reiten
von Nele Fahnenbruck
Was genau ist Dressur-Reiten?
Das Dressurreiten ist wohl eine der schönsten und ausdrucksstärksten Disziplinen in der Reiterei. Eigentlich bedeutet die Dressur eine Art "Erziehung" von Tieren, jedoch verstehen viele Leute darunter auch das Abrichten, in dem man den Willen der Tiere bricht und sie sich unterwürfig macht. Dieser falsche Eindruck entsteht besonders dann, wenn man die schwierigen Lektionen, die die Dressurpferde unter ihren Reitern vollbringen, genauer betrachtet.
Denn die eigentliche Arbeit und das jahrelange Training sieht man in der Vollendung der Dressur nicht. Und das soll für den Zuschauer auch unerkannt bleiben, damit die Leichtigkeit und die Schönheit des Reitens zum Vorschein kommen.
Die Meisten wissen nicht, dass alle Bewegungen, die das Pferd in der Dressur zeigt, seiner natürlichen Veranlagung entnommen werden. Längst nicht jedes Pferd eignet sich deshalb zur Dressur. Durch ein konsequentes Training wird diese Veranlagung dann herausgeritten. Mit dem Pferd zusammen werden die Lektionen gelernt und erarbeitet. Denn das Pferd kann solche schweren Lektionen nur dann zeigen, wenn es auch selber Lust an der Arbeit und der Bewegung hat.
Das zu schaffen, ist für jeden Dressurreiter eine enorm verantwortungsvolle Aufgabe, da immer die Mitarbeit des Pferdes gefragt ist. Das Ziel ist es dann, mit möglichst unsichtbaren Hilfengebungen (dazu nutzt der Reiter seine Beine, das Kreuz, die Stimme und ein wenig auch die Hände) eine tolle Lektion hinzuzaubern.
Die Bewertungen der Lektionen
Bewertet wird dann jede einzelne Lektion, die gezeigt wird, auf einer Skala von 0 (heißt nicht gezeigt) bis 10 (bedeutet ausgezeichnet). Aus den einzelnen Noten für jede gezeigte Lektion in der Aufgabe ergibt sich dann zusammengerechnet die Gesamtnote. Wer am Ende die meisten Punkte hat, der gewinnt die Prüfung.
Natürlich gibt es innerhalb der Aufgaben unterschiedlich schwierige Lektionen. Diese werden dann auch unterschiedlich bewertet. So zählen einige Lektionen (wie zum Beispiel die "Pirouette") doppelt so viel wie andere, zum Beispiel der versammelte Trab. Und auch das Gesamterscheinungsbild ist am Ende gefragt.
Die besten Dressur-Reiter/innen
Bei den Prüfungen einer Weltmeisterschaft oder bei den Olympischen Spielen werden nur die allerschwierigsten Aufgaben geritten. Die besten Dressurreiter der Welt zeigen ihr Können im Grand Prix, Grand Prix Special und der Grand Prix Kür. Die Kür ist dann das Highlight, sozusagen das große Finale, das mit selbst ausgewählter Musik und Lektionen frei vorgetragen wird. Hier dürfen nur die allerbesten der besten Reiter starten.
Die Deutschen sind in der Dressur seit Jahrzehnten sichere Goldmedaillenkandidaten. Hier sind einige der Topreiter/innen mit ihren Pferden:
• Isabell Werth und "Satchmo"
• Nadine Capellmann mit "Elvis",
• Hubertus Schmidt mit "Wansuela Suerte"
• Heike Kemmer mit "Bonaparte"
Weitere Pferde-Sportarten:
• Voltigieren
Zurück




