Atomausstieg

Am 14.12.01 wurde gegen die Stimmen der damaligen Opposition (CDU/FDP) das neue Atomgesetz von der rot-grünen Regierung (SPD/die Grünen) beschlossen. Mit dem neuen Atomgesetz, das am 26.4.02 in Kraft trat, wurde ein Ausstieg aus der Kernenergienutzung vereinbart. In der Fachsprache heißt dieses Gesetz: "Gesetz zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung zur gewerblichen Erzeugung von Energie"
 
Das Gesetz sieht vor, alle 19 Kernkraftwerke schrittweise vom Netz zu nehmen. Mit dem Kernkraftwerk Stade ging am 14. November 2003 das erste Atomkraftwerk vom Netz, im Jahr 2005 folgte das Werk Obrigheim. Das letzte Kraftwerk soll laut diesem Plan im Jahr 2021 stillgelegt werden.
 
In der neuen Regierung, die aus der SPD und der CDU besteht, ist der Atomausstieg nun wieder zum Streitpunkt geworden. Die CDU plädiert für eine Lockerung der Gesetze und möchte die noch verbliebenen 17 Atomkraftwerke länger laufen lassen. Die SPD dagegen will am Ausstieg bis zum Jahr 2021 festhalten.
 
In einer Erklärung der SPD heißt es:
"Eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken wird es mit uns nicht geben." und: "Der Betrieb von Kernkraftwerken ist mit den Risiken technischen oder menschlichen Versagens verbunden" Der Ausstieg aus der Atomkraft sei "ein wesentlicher Beitrag zu einer sicheren und zukunftsfähigen Energiepolitik".
 
Statt auf Atomenergie will die SPD auf erneuerbare Energien setzen. Das sind zum Beispiel Wind-, Wasser oder Sonnenenergie. Mehr über erneuerbare Energien kannst du auf der Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit lesen.
Zur Website


Erfahre noch mehr:
 
1. Was ist Atommüll?
 
2. Was ist ein Castor?
 
3. Was ist eine Wiederaufbereitungsanlage?
 
4. Was ist Gorleben?
 
5. Mehr zum Atomausstieg
 
Weitere Links
Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit